Studieren mit Fachhochschulreife

Studieren mit Fachhochschulreife – wer die Wahl hat, hat die Qual. Die Fachhochschulreife ist erlangt und nun soll es ins Studium gehen. Doch welche Wege stehen offen und wo wird an verschlossene Türen geklopft? Welche Gebühren fallen jetzt an und müssen womöglich lange Fahrtwege oder ein Umzug eingeplant werden?

Mit der Fachhochschulreife kann an allen Fachhochschulen studiert werden. Jedoch ist das Studieren mit Fachhochschulreife ein weites Feld. Die Studienbereiche liegen hier von BWL und Informatik über Gesundheit, Pädagogik und Soziales bis hin zu Wirtschaftsinformatik und VWL. Pädagogen lernen fast ausschließlich über die Fachhochschulen und selbst mehr als die Hälfte aller Informatiker haben ihren Master bzw. Bachelor an einer der unzähligen Fachhochschulen des Landes gemacht. Neben diesen Bereichen gibt es aber auch die Fachrichtung Medien, Technik und Natur. So wird der Arbeitsmarkt derzeit von Sozialarbeitern und IT-Spezialisten dominiert. Aber auch Journalisten und Kommunikationswissenschaftler haben bei der Arbeitssuche höhere Chancen, als Ihre Kommilitonen ohne FH-Studium.

Studieren mit Fachhochschulreife ist an allen Fachhochschulstandorten in Deutschland möglich. Die bekanntesten Schulen sind Mannheim, Karlsruhe und München. Dabei legt beim Studieren mit Fachhochschulreife jede FH ihren eigenen Schwerpunkt fest. Sei es Soziales und Gesundheit, Wirtschaft und Technik oder Medien. Die Internetseiten der Fachhochschulen informieren den Besucher über angebotene Studienziele und die anfallenden Kosten.

Üblicherweise werden Gebühren für das Studieren mit Fachhochschulreife erhoben. Gesetzlich gibt es da keinen festen Betrag, der jedes Semester entrichtet werden muss. Politisch wird nur ein gewisser Rahmen eingeräumt, den jedes Bundesland individuell festlegen kann. So werden Beträge von 100 – 500 Euro pro Semester anfallen, wie es in Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg der Fall ist. Wer sich diese Kosten nicht leisten kann oder will, sollte ein Studium in einem Bundesland wählen, dass keine Gebühr einstreicht. So bieten Hessen Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz kostenlose Studienplätze entweder für Erstsemester oder aber auch für das gesamte Studium an. Neben dem kostenlosen Studium gibt es aber auch die Studienbeihilfe wie BaföG. Es gilt für Studenten mit einkommensschwachen Eltern oder anderen geltenden Vorschriften. Studieren mit Fachhochschulreife ist somit nicht nur wohlhabenden Familien vorbehalten.