Telekolleg

Telekolleg Mathematik

Telekolleg Mathematik

Wussten Sie, dass man die Fachhochschulreife auch am Telekolleg erwerben kann? Diese Institution ist eine staatlich anerkannte, von den Bundesländern Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg geförderte Fortbildungseinrichtung. Sie richtet sich an berufstätige Menschen, die beschlossen haben, ein Studium auch ohne Abitur an einer Fachhochschule aufzunehmen.
Was ist nun das Besondere am Telekolleg? Wer sich hier weiterbildet, nimmt an einem umfassenden multimedialen Programm teil: Das fächerspezifische Pensum wird im Bayerischen Fernsehen und im Bayerischen Bildungskanal BRalpha ausgestrahlt. Darüber hinaus wird dem Kollegiaten zur Vertiefung der Lerninhalte Begleitmaterial in Form von CDs, DVDs, Büchern und weiteren Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt. Sechs Kollegtage pro Trimester sind Pflicht. Die Mitschüler können sich außerdem im Internet über Newsgroups und Newsletter austauschen. Übungsarbeiten, sogen. „Feststellungsarbeiten“ und nicht zuletzt die Abschlussprüfungen dokumentieren die Leistungen der Lehrgangsteilnehmer.
Das Telekolleg ähnelt dem Unterricht an einer Fernschule: Man muss keine Schulbank drücken. Das Pensum wird in vier bis sechs Trimestern (16 bis 24 Monate) bei freier Zeiteinteilung bewältigt, ohne die berufliche Tätigkeit unterbrechen zu müssen. Allerdings ist man an die Fernsehsendezeiten gebunden. Die Teilnahme am Fernsehkolleg ist verpflichtend. Jede Sendung dauert jedoch nur eine halbe Stunde und wird zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt.

Wer am Telekolleg teilnehmen möchte, sollte die Fachoberschule besucht haben, eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen oder diese zumindest am Ende des Lehrgangs nachweisen können. Menschen, die nicht über den Realschulabschluss verfügen, haben dennoch die Chance, die Fachhochschulreife zu erwerben. Sie nehmen an einem Vorkurs teil und werden nach erfolgreich absolvierten Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch nach sechs Monaten in das Telekolleg aufgenommen.

Das Telekolleg wendet sich besonders an Menschen, die bereits in den Bereichen Technik, Wirtschaft oder Sozialwesen beruflich tätig sind. Für alle Schwerpunkte sind die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, aber auch Physik, Geschichte und Sozialkunde verbindlich. Wer den technischen Zweig gewählt hat, büffelt zusätzlich Chemie und Technologie. Wer beruflich mit der Ökonomie zu tun hat, belegt zusätzlich die Fächer Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre, außerdem kaufmännisches Rechnungswesen. Diejenigen, die am sozialen Zweig interessiert sind, müssen sich zusätzlich mit den Fächern Biologie und Psychologie befassen. Am Ende des Telekollegs, nach erfolgreich abgeschlossenen „Feststellungsprüfungen“ (Klausuren) und der Abschlussprüfung in Deutsch, Mathematik, Englisch und dem fachbereichsspezifischen Zusatzfach hat der Absolvent die Fachhochschulreife erreicht.

Und was kostet diese Weiterbildung? Die Teilnahme am Telekolleg ist, bedingt durch staatliche Subventionen, im Vergleich zum Fernstudium sehr preisgünstig. Die Anmeldegebühr schwankt zwischen 30 und 40 Euro. In Bayern werden in jedem Trimester pro Fach 20 Euro berechnet. Man sollte also mit 100 Euro rechnen. Die Studienmaterialien schlagen mit insgesamt 400 Euro zu Buche. Die verpflichtende Teilnahme an den Kollegtagen und die Prüfungen sind kostenfrei.

Und so sieht beispielsweise ein Teil des Telekollegs Mathematik aus:

Weiterführende Informationen zum Telekolleg finden Sie auf: www.br-online.de