Heute gründen viele der wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen auf Innovationen. In den hochtechnisierten Gesellschaften sind viele Geschäftsbereiche bereits abgedeckt, und nur große Konzerne können sich langfristige Kopf-an-Kopf-Rennen mit niedrigen Gewinnmargen leisten. Längst sind es die unkonventionellen Ansätze kleinerer Unternehmer, die neue Produkte entwickeln und erfolgreich vermarkten.
Innovativ sind jene Unternehmer, die zunächst von ihrer Idee überzeugt sind. In großen Betrieben entstehen Traditionen, und einmal eingeschlagene Richtungen können nur schwer korrigiert werden. Lieber verlässt man sich auf das Bewährte, anstatt hohe Verluste zu riskieren.
Kleine und mittelständische Unternehmer stehen nicht unter demselben Druck. Zwar können sie sich gewöhnlich keine kostspieligen Forschungsabteilungen leisten. Sie können es sich jedoch leichter erlauben, offen zu denken. Durch die Kombination bestehender Ansätze schaffen sie es, neue Produkte zu entwickeln und damit wirtschaftliche Innovationen zu erzeugen, die vor den großen Märkten nicht Halt machen. Ein gutes Beispiel dafür ist etwa Skype, das die bestehende Skepsis vor der technischen Machbarkeit der Internettelefonie und entsprechende Untätigkeit in den großen Konzernen nutzen konnte. Durch die Kombination verschiedener Techniken hat das Unternehmen einen Umweg gefunden, und das Produkt wird heute von sehr vielen Nutzern in der ganzen Welt gerne genutzt. Ein anderes Beispiel ist Facebook, das bekanntlich von Studenten in Harvard entwickelt wurde.
Trotzdem sich solche und viele ähnliche Erfolgsgeschichten in der Vergangenheit nachweisen lassen, stehen innovative Ansätze immer wieder vor einer Herausforderung, wenn es um die Finanzierung konkreter Projekte geht. Andererseits sind in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen kreative Mitarbeiter, die sich für innovative Projekte stark machen, sehr gesucht. Ihre Aufstiegschancen und die Aussicht, Projektleiter zu bleiben, sind mehr als gut. Jedoch auch an anderer Stelle als in den Betrieben wird für Innovationen gesorgt. Gerade in Deutschland ist man sich dieser Notwendigkeit bewusst und stärkt die KMU-Förderung (Förderung Kleiner und Mittelständischer Unternehmen) in einer weltweit einmaligen Weise. Die deutsch-niederländische “Euregionale Gründer Initiative” wurde auf europäischer Ebene bereits mit einem Preis ausgezeichnet. Man kann gespannt sein, was sich aus den diesen vielfältigen Prozessen des Bürokratieabbaus, der Existenzgründungen, der Internationalisierung und Orientierung zu nachhaltigen Werten noch alles ergeben wird.