Den Realschulabschluss nachholen

Als Mindestqualifizierung für einen beruflichen Werdegang wird heutzutage der Realschulabschluss vorausgesetzt. Dadurch gestaltet sich der Einstieg ins Berufsleben  für Jugendliche zunehmend schwierig. Wo früher oftmals der Hauptschulabschluss für eine Berufsausbildung ausreichend war, ist dies heute in den meisten Ausbildungsgängen nicht mehr der Fall. Gleichzeitig steigt die Zahl der Schulabgänger, welche die Schule ohne Schulabschluss verlassen. Nicht wenige von ihnen bereuen dies nach den ersten negativen Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt und machen sich auf, um den Haupt- oder Realschulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg zu erlangen und ihre Perspektiven zu verbessern. Der nachträgliche Erwerb von Schulabschlüssen ist über verschiedene Bildungsanbieter möglich. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Dauer und Unterrichtszeiten der angebotenen Lehrgänge. Fernuniversitäten und -akademien haben den Realschulabschluss in der Regel auch in ihrem Programm und stellen eine sehr gute Alternative für all jene dar, die aufgrund von familiären oder beruflichen Verpflichtungen zeitlich eingeschränkt sind. Da der Unterricht über einen Fernlehrgang sich überwiegend selbst steuern lässt und nur wenige Präsenztage erfordert, können persönliche Erfordernisse berücksichtigt werden. Auf diese Weise lassen sich die Lernphasen gut in die individuell zur Verfügung stehende freie Zeit integrieren. Die Unterlagen werden vom Fernstudieninstitut zugeschickt und zu Hause dann durchgearbeitet, wenn Zeit dafür ist. Zwar lernt jeder Lehrgangsteilnehmer daheim für sich allein, dennoch ist während der gesamten Lehrgangsdauer eine persönliche Betreuung durch Fachlehrer der Fernlehrinstitute vorgesehen. Je nachdem, wie viel Zeit dem Lehrgangsteilnehmer zum Lernen zur Verfügung steht, variiert die Lehrgangsdauer für den Realschulabschluss zwischen 24 und 36 Monaten, in Einzelfällen kann sogar noch um 18 Monate verlängert werden. Die Unterrichtsfächer sind ähnlich wie in Regelschulen. Am Ende wird eine staatlich anerkannte Prüfung abgelegt.

Mit einem Realschulabschluss sind die Berufsaussichten ungleich besser als mit dem Hauptschulabschluss, sei es für eine Ausbildung in einem Lehrberuf oder eine Höhergruppierung in einem bereits bestehenden Arbeitsverhältnis. Bei Personalchefs sind Bewerber mit Realschulabschluss, der über den zweiten Bildungsweg erworben wurde, gern gesehen, beweisen sie doch, dass sie Durchhaltevermögen und Motivation besitzen. Nicht nur in wirtschaftlichen Krisenzeiten macht es sich bezahlt, in die eigene Zukunft zu investieren und den Realschulabschluss nachzuholen. Auch für eine Weiterqualifizierung ist er eine gute Basis für all jene, die noch weiterlernen und das Abitur und eventuell ein Studium anschließen möchten.

4 comments

  1. […] man mit einem Realschulabschluss vor der Entscheidung steht, ob man nun lieber ein Fachabitur oder volles Abitur machen möchte, […]

  2. […] Handy kann, wenn es die passenden Features besitzt, nicht nur unterhaltsam sein, sondern auch den Unterricht verständlicher machen. Der Lehrer malt ein Tafelbild auf und es ist keine Zeit zum Abschreiben? […]

  3. […] Es ist in der Regel kein bestimmter Schulabschluss angegeben, mit dem sich ein Mensch für die Elektroniker Ausbildung bewerben kann. In der Regel […]

  4. […] die Schule abgebrochen hat, steht als Versager da. Und wer kein Abitur gemacht hat, obwohl er einen Realschulabschluss vorweisen kann, gilt schnell als […]

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